Mittlerweile stehen vielen Menschen mit Diabetes eine große Anzahl unterschiedlicher Injektionshilfen zur Verfügung. Ihre Vielfalt ermöglicht die Auswahl des passenden Gerätes, abhängig von den persönlichen Berdürfnissen (z.B. Injektionshilfen mit extra großen Zahlen). Dadurch nutzen eine Großzahl der insulinpflichtigen Diabetiker Insulinpens – die Einmalspritzen werden nur noch in Ausnahmesituationen angewendet. Damit ein Pen jedoch genutzt werden kann, müssen geeignete Patronen
mehr »vorrätig sein. Dabei ist die Insulinlösung in den Pen-Patronen fast ausschließlich in der Konzentration U100 (100 Einheiten pro 1 ml Lösung) vorhanden.
Die Entwicklung der Insulinpens vor mehr als 25 Jahren trug wesentlich dazu bei, die Insulininjektion zu erleichtern. Dabei wird die Abgabe der erforderlichen Insulinmenge durch die Betätigung eines Knopfdruckes erreicht. Bei der Verwendung für die Insulininjektion werden dünne Pen-Nadeln genutzt. Das Einstellen der notwendige Insulinmenge erfolgt mit Hilfe der Dosiervorrichtung. Darüber hinaus verbleibt eine einmal eingelegte Insulinpatrone solange im Pen, bis eine neue Patrone benötigt wird. Abhängig vom täglichen Insulinbedarf verbleibt eine Patrone im Durchschnitt für 1 bis 2 Wochen im Insulinpen.
Die Voraussetzung ist aber, dass entsprechende Nadeln (Insulinkanülen) vorhanden sind. Dabei sollten die fein geschliffenen Kanülen nach jedem Gebrauch ausgetauscht werden, da sie sich verformen und die Haut verletzen können. Zudem wird durch die mehrmalige Nutzung einer Nadel, deren Eindringen in die Haut erschwert. Die Nadel wird stumpfer, wodurch der Widerstand in der Haut verstärkt wird. Dies hat zur Folge, dass die Injektionen schmerzhafter verlaufen und es zu einer Veränderung des Fettgewebes im Unterhautgewebe kommen kann. Dabei führt eine Gewebeveränderung zu einer Beeinträchtigung der Aufnahme des Insulins an den Injektionsstellen.
Von den individuellen Bedürfnissen ist jedoch abhängig, welcher Insulinpen zu wem passt. Dazu zählen unter anderem: die Lesbarkeit der Zahlen, die Feinmotorik der Hände, die Schrittweite beim Einstellen, die Korrekturmöglichkeit bei Fehleinstellung der Dosierung und das verordnete Insulin. Dies bedeutet, dass der Insulinpen und die Patrone zusammenpassen müssen, damit die Dosierung des Insulins richtig erfolgen kann.
Achtung: Auch wenn die Pens eine große Flexibilität bieten und die Insulininjektionen vereinfachen, können einige Diabetiker nicht auf Insulinspritzen verzichten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das Insulin aus der Ampulle mit anderen Insulinen gemischt werden muss. Erfolgte zudem die Diabeteseinstellung mit Insuline der Konzentration U40 (40 Einheiten pro 1 ml Lösung), müssen auch weiterhin U40-Insulinspritzen für die Injektion verwendet werden. « weniger