Der Nachweis, ob eine Schwangerschaft vorliegt, kann mithilfe so genannter Schwangerschaftstests bereits einige Tage nach dem Ausbleiben der Menstruation erbracht werden. Dazu gibt es eine große Anzahl dieser Tests, welche alle das schwangerschaftserhaltende Hormon hCG im Urin nachweisen. Aufgrund ihrer Form, werden Schwangerschaftstests umgangssprachlich auch als Stäbchentests bezeichnet.
Ob das Ausbleiben der Regelblutung tatsächlich auf einer Schwangerschaft beruht, kann
mehr »durch das Vorhandensein des Schwangerschaftshormons hCG (Human Chorion Gonadotropin) im Körper bestätigt werden. Das Hormon wird von den Zellen der sich entwickelnden Plazenta (Mutterkuchen) gebildet, wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Im Urin ist hCG erst nach etwa 2 Wochen, im Blut jedoch schon cirka 1 Woche nach der Empfängnis nachweisbar. Da der Eisprung ca. 12 bis 16 Tage vor Beginn der nächsten Periode geschieht und somit fast in der Zyklusmitte liegt, zeigt der Schwangerschaftstest gewöhnlich zum Zeitpunkt der nächsten Regelblutung ein Ergebnis an.
Dabei beruhen Urintests auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion. Der Teststreifen enthält hCG-Antikörper, die beim Kontakt auf das hCG im Urin reagieren. Ist das Hormon hCG tatsächlich vorhanden, wird das durch eine sichtbare Farbreaktion bzw. ein Pluszeichen im Fenster angezeigt. Da der über Nacht in der Blase angesammelte Urin höhere hCG-Konzentrationen enthält, ist es ratsam, den Morgenurin für einen Test zu nutzen. Der Morgenurin kann in einem sauberen Behälter aufgefangen bzw. die Testspritze direkt in den Urinstrahl gehalten werden. Handelsübliche Tests bestätigen mit einer Zuverlässigkeit von 99 Prozent, ob die Vermutung schwanger zu sein, zutrifft oder nicht.
Um nach einem positiven Schwangerschaftstest jedoch ganz sicher zu sein, sollte das Ergebnis von einem Arzt bestätigt werden. Aber auch aus gesundheitlichen Gründen ist ein Arztbesuch sinnvoll, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen oder zu vermeiden. « weniger