Die meisten Menschen beginnen schon im jugendlichen Alter mit dem Rauchen. Die Gründe sind dann oft Langeweile, Gruppenzwang oder Unsicherheit um Hand und Mund zu beschäftigen. Im Lauf der Zeit wird die tägliche Zigarette dann zur Sucht. Dabei macht das in den Glimmstängeln enthaltene Nikotin süchtig. Wurde einmal mit dem Rauchen begonnen, erfolgt der regelmäßige Griff zur Zigarette. Neben dem Alkohol zählt Tabak zu dem am weitesten verbreitetsten Suchtmittel.
Der in den
mehr »Zigaretten enthaltene Tabak wird aus den Blättern der Tabakpflanze gewonnen und enthält den Suchtstoff Nikotin. Dieser gelangt über den Tabakrauch in den menschlichen Organismus und wirkt anregend auf das Gehirn. Dort löst es ein Gefühl der angenehmen Stimulation aus. Bei wiederholtem Zigarettenkonsum zeigt sich ein beruhigender Effekt, Stress und Unruhe werden gemindert. Daher werden Zigaretten auch oft nach einer anstrengenden Autofahrt oder nach Bearbeitung einer schwierigen Aufgabe etc. als Belohnung eingesetzt. Da Raucher auf dieses Wohlgefühl nicht verzichten möchten, greifen sie immer wieder zu einer Zigarette. Aber auch das Ritual, eine Zigarette anzuzünden, um anschließend den Tabakrauch auszublasen, führt bereits zu einem Anstieg des Neurotransmitters Dopamin.
Zigaretten enthalten neben dem Suchtstoff Nikotin noch weitere Zusatzstoffe, wie Teer, Kohlenmonoxid und weitere Substanzen. Gerade die zusätzlichen Stoffe, welche neben dem Tabakrauch mit inhaliert werden, können schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Dabei dringen diese Substanzen in die Lungen ein und werden dort unterschiedlich stark eingelagert bzw. abgebaut. Dies führt verstärkt zur Entstehung von Krebserkrankungen (z.B. Lungenkrebs) sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten. Dabei sind Schlaganfälle, Herzinfarkte, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und Arteriosklerose mögliche Folgen des Rauchens. Darüber hinaus kann der Tabakrauch zu Entzündungen der Atemwege, Raucherhusten oder chronischer Bronchitis führen. Aber auch gereizte Augen, beeinträchtigter Geschmackssinn, trockene Schleimhäute sowie grauer, fahler Hautton gehören zu den Rauchwirkungen. Darüber hinaus sind Raucher weniger leistungsfähig als Nichtraucher.
Angesicht der gesundheitlichen Gefährdung, kann sich eine Raucherentwöhnung langfristig nur positiv auf den gesamten menschlichen Organismus auswirken. Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Schritt zum Nichtraucher ist aber die Bereitschaft und der Wille, den Zigaretten endgültig abzuschwören. In der ersten Zeit können Nikotinersatzstoffe in Form von Lutschtabletten, Kaugummis, Pflaster etc. helfen, das Verlangen nach einer Zigarette und das Auftreten von Entzugserscheinungen zu mindern. « weniger