Unter dem Begriff Migräne versteht man ein Krankheitsbild, bei dem pulsierend-pochende Kopfschmerzen den Patienten anfallsartig überfallen. Die Dauer eines solchen Angriffs kann ebenso wie die Intensität stark schwanken: Sie liegt zwischen vier und 72 Stunden. Neben den sogenannten Spannungskopfschmerzen ist die Migräne die häufigste Form des Kopfschmerzes. Zwölf bis 14 Prozent der Frauen sind von ihr betroffen. Bei den Männern liegt der entsprechende Anteil bei sechs bis acht Prozent. Am
mehr » häufigsten tritt die Migräne im Alter von 36 bis 45 Jahren auf.
Ursachen
Bis heute ist nicht endgültig klar, warum die Migräne-Kopschmerzen auftreten. Es gibt verschiedene Theorien: So soll es genetische Ursachen geben, weil häufiger mehr als ein Familienmitglied betroffen ist. Andere Experten vermuten bestimmte Auslöser, wie zum Beispiel Schlafmangel, Stress oder grelles Licht. Andere Forscher vermuten, dass bei der Migräne ein schädlicher Botenstoff im Gehirn produziert und an den Körper weitergeben wird. Abschließend geklärt wird die Frage, woher die Krankheit kommt, nach Meinung der Experten noch einige Jahre nicht sein.
Symptome
Migräne-Kopfschmerzen werden häufig durch Übelkeit und Erbrechen begleitet. Zudem ist man besonders geräusch- und lichtempfindlich. Man spricht bei diesem Krankheitsbild von einem Migräne-Typ ohne Aura. Handelt es sich um ein Bild mit Aura, dann treten auch noch Seh-, Sprach-, und Gleichgewichtsstörungen auf. Zudem verspüren viele Patienten ein Kribbeln und Schwäche in den Armen und Beinen. Der eigentliche Verlauf der Attacke spielt sich in vier Phasen ab: Vorphase, möglicherweise Auraphase, die Kopfschmerzphase und schließlich die Rückbildungsphase.
Therapie
Die Therapieformen schwanken. Sie reichen von der Einnahme von leichten bis zu extrem schweren Medikamenten (wie zum Beispiel Ergotamine) bis hin zu alternativen Behandlungsformen. Dazu gehören absolute Ruhe oder das Hinzuführen von konzentriertem Sauerstoff. Jeder Patient reagiert anders auf die Migräne-Kopfschmerzen und spricht ebenfalls unterschiedlich auf die verschiedenen Therapien an, weshalb es in der Regel einige Zeit dauert, bis Mediziner und Patient eine wirksame Therapie gefunden haben. « weniger