Sie sind oftmals heimtückisch. Nicht selten kommen sie ganz lautlos in der Nacht, während man arglos schläft. Ein Muskelkrampf kann - wie im Falle eines Wadenkrampfes - teilweise sehr große Schmerzen verursachen und dabei mehrere Minuten anhalten, während sich die gepeinigte Person mitunter auf dem Boden wälzt und dort irgendwie versucht, den Schmerz zu lindern. Oftmals ist man dann in kürzester Zeit nass geschwitzt. Auf der anderen Seite ist ein Muskelkrampf, auch wenn es sich um einen
mehr »heftigen Wadenkrampf handelt, meistens harmlos und ungefährlich.
Was aber ist ein Muskelkrampf?
Muskelkrämpfe äußern sich in der Verhärtung der betroffenen Muskelgruppe. Begleitet von mitunter sehr starken Schmerzen ist die Bewegungsfähigkeit des schmerzenden Körperbereichs nahezu völlig lahmgelegt. Bei einem Krampf, der sowohl während als auch nach einer körperlichen Belastung auftreten kann, zieht sich der Muskel für eine längere Zeit kräftig zusammen und schwillt mitunter auch deutlich an. Da selbst sportlich untätige Personen ihre Muskeln beanspruchen müssen, kann ein solcher Krampf auch jedem Menschen widerfahren. Da die Beine die meistbeanspruchten Muskeln besitzen, treten hier auch am häufigsten derartige Krampfattacken auf.
Muskelkrampf - Wodurch entsteht er?
Im Prinzip gibt es zwei Faktoren, die für eine Verkrampfung eines Muskels verantwortlich sind. Erstens wurde der Muskel in irgendeiner Weise überanstrengt. Mitunter reagiert das Muskelgewebe nicht sofort. In solchen Fällen kann dann in der nächsten längeren Ruhephase der Krampf auftreten. Zweitens ist ein Mangel an Magnesium häufig ausschlaggebend für das plötzliche und so schmerzhafte Zusammenziehen der Muskeln.
Neben diesen beiden Hauptfaktoren können auch Flüssigkeitsmangel, zu eng gewählte Kleidung, Krampfadern oder übermäßige Kältezufuhr einen Muskelkrampf herbeiführen. In seltenen Fällen sind Grunderkrankungen wie Diabetes, Nervenleiden oder Kreislaufstörungen verantwortlich.
Muskelkrampf - Symptome und Behandlungsmethoden
Die Symptomatik eines Muskelkrampfes äußert sich in einem starken, jäh auftretenden Schmerz sowie einer Verhärtung und einer Bewegungsunfähigkeit der betroffenen Muskelpartie. Im Falle eines Krampfes sollte der Muskel unmittelbar in Gegenrichtung des Krampfes gedehnt werden. Bei Wadenkrämpfen hat sich beispielsweise das Heranziehen der Fußspitze oftmals als Schmerz mildernd und heilungsbeschleunigend herausgestellt. Durch diese Gegenaktion entsteht ein Muskelreflex, der zu einer Entspannung führen kann. Durch anschließende Lockerung sowie Massage und Wärmebehandlung kann der Krampf letztendlich komplett gelöst werden. Selbst Spitzensportler, die sich in nahezu optimaler ärztlicher Betreuung befinden, erleiden ab und zu einen Krampf. So ist es öfter zu sehen, wie in der Verlängerung eines Fußballspiels einem an einem Krampf leidenden Spieler von einem anderem Akteur bei der Linderung des Krampfes durch eben diese Dehnungen geholfen wird.
Wiederholen sich die Krämpfe häufig, obwohl keine ersichtliche Ursache vorliegt, kann ein Arztbesuch durchaus Sinn machen. Insbesondere bei einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme ist die Einholung des ärztlichen Rates zu empfehlen.
Wie kann man einem Muskelkrampf vorbeugen?
Das Vorbeugen ist relativ einfach. Man sollte stets darauf achten, dass der Elektrolythaushalt im Gleichgewicht ist. Ganz wichtig ist die regelmäßige Zufuhr von Magnesium durch die Nahrung. Wer viel Sport treibt, kann auch zusätzlich zu Nahrungsergänzungsmitteln und Elektrolytgetränken greifen. Eine ausgewogene Ernährung ist aber in jedem Falle immer vorzuziehen und durch die Einnahme derartiger Mittel nicht zu ersetzen. Weiter Faktoren zur Vorbeugung eines Muskelkrampfes sind eine ausreichende Aufwärmphase vor einer sportlichen Tätigkeit sowie die regelmäßige Dehnung der beanspruchten Muskelpartien. « weniger