Unter Reizdarm wird in der Gastroenterologie eine Gruppe funktioneller Darm-Erkrankungen verstanden, welche sehr häufig sind. Prinzipiell ist diese Erkrankung ungefährlich. Man kann dieses Sydrom auch als Reizkolon oder nervösen Darm bezeichnen.
Ursachen
Bis heute sind die Ursachen für Reizdarm noch weitgehend unklar. Unter anderem können Immunreaktionen oder psychische Faktoren die Reizdarmerkrankung verursachen. Aber bislang haben Patienten mit diesem Sydrom stets
mehr »erniedrigte Schmerzschwellen im Kolon. Aber auch infolge einer Gastroenteritis kann diese Krankheit entstehen.
Symptome
Zu den Symptomen bei Reizdarmerkrankungen gehören Schmerzen oder Unwohlsein im Bauchraum plus Veränderungen der Stuhlgewohnheiten. Außerdem tritt eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit des Darmes gegenüber mechanischen Reizen auf. Reizdarmerkrankung kann sich in Durchfall, Verstopfung oder wechselnden Stuhlgewohnheiten äußern.
Therapie
In der Regel kann man den Reizdarm mit einer Diäternährung behandeln. Sollte man unter Verstopfungen leiden kann man diese auch mit Abführmitteln beenden oder bei Durchfall sollte man Abfuhr hemmende Wirkstoffe einnehmen. Aber viele Erkrankte schwören auch auf die heilende Wirkung von Pfefferminzöl, Ballaststoffe oder krampflösende Medikamente. Neuere Medikamente sind in Deutschland zur Behandlung des Reizdarmsyndroms noch nicht zugelassen. Da Reizdarm aber auch psychische Ursachen haben kann, sollte man in diesem Zusammenhang auch über eine Psychotherapie als mögliche und hilfreiche Behandlungsform nachdenken. Denn diese funktionellen Darmkrankheiten zählen zu den psychosomatischen Krankheiten und sind aus diesem Grund auch in der Regel abhängig von psychischen Prozessen, die aber in einer Therapie mit Erfolg behandelbar sind.
Dennoch scheuen viele, die an Reizdarm erkrankt sind, eine solche Therapie zu beginnen. Es gibt verschiedene Psychotherapieformen, aber die Auswirkungen und Erfolge der Therapien sind meist unabhängig von der Therapieform. Es besteht ebenso die Möglichkeit, diese Erkrankung mittels Antidepressiva versuchen zu behandeln. Denn diese sind dazu da, dass sie die Schmerzen unterdrücken und sich bei einigen Erkrankten positiv auf die Darmflora auswirken.
Vorbeugen:
Was kann man tun, um nicht an Reizdarm zu erkranken? Man muss dafür sorgen, dass man eine intakte Darmflora und Darmbarriere hat. Diejenigen, die an dem Reizdarmsyndrom leiden, denen mangelt es oftmals an bestimmten Bifidobakterien. Aber in den meisten Fällen ist der Reizdarm eine Folge einer gestörten Darmflora und einer Überbesiedelung mit Keimen, welche Krankheiten verursachen. Gerade wenn die Darmflora intakt ist, dann ist das auch der beste und geeigneste Schutz vor Symptomen wie Durchfall, Völlegefühl, Verstopfung und / oder Blähungen.
Aus diesem Grund wäre es von Vorteil, wenn man regelmäßig Probiotika zu sich nimmt. Damit kann man ein ausgewogenes Verhältnis von guten Darmbakterien und krankheitserregenden Keimen erreichen und das Risiko, an Reizdarm zu erkranken zu verringern. Gibt es noch andere Mittel und Wege, sich vor einer Reizdarm-Erkrankung zu schützen? Wie kann man seinem Darm und sich selbst, das Leben leichter machen? Bitte ernähren sie sich bewusst und essen sie insbesondere fettarme und vollwertige Ernährung. Achten sie darauf, dass sie die Mahlzeiten in Ruhe einnehmen. Kauen sie ihr Essen ausreichend. Nehmen sie genügend Flüssigkeit bei den Mahlzeiten zu sich. Achten sie darauf, dass sie viel Sport treiben und sich ausreichend körperlich bewegen. Sollten sie zu Verstopfung neigen, sind vor allem Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Gymnastik geeignet, weil diese ihren Darm wieder in Schwung bringen. « weniger