Migräne gehört in zu den am häufigsten auftretenden Schmerzerkrankungen. In vielen Fällen tritt der erste Migräneanfall nach der Pubertät auf. In Deutschland leiden etwa 10 Millionen Menschen an den Kopfschmerzattacken. Dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Von wiederholten Anfällen sind aber auch etwa 5 Prozent aller Kinder betroffen. Dagegen tritt Migräne bei älteren Menschen nur noch selten in Erscheinung.
Als Migräne werden anfallsartig
mehr »auftretende und regelmäßig wiederkehrende, vermehrt einseitige Kopfschmerzen bezeichnet, die in vielen Fällen mit Unwohlsein, Erbrechen und Übelkeit verbunden sind. Die Häufigkeit und Intensität der Symptome ist jedoch abhängig von der Migräneform. Dabei wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden: der Migräne ohne bzw. mit Aura.
Die meisten Menschen leiden an der Migräne ohne Aura. Diese ist gekennzeichnet durch langsam stärker werdende einseitige, pochende Kopfschmerzen. Oft begleitet von einem anhaltenden Brechreiz, Appetitlosigkeit sowie Geräusch- und Lichtüberempfindlichkeit. Bevorzugte Rückzugsorte sind deshalb ruhige und abgedunkelte Räume. Bei einigen Betroffenen führt leichte körperliche Bewegung sogar zu einer Verstärkung der Migräne-Kopfschmerzen.
Häufig sind diese Kopfschmerzen auch mit einer so genannten Aura verbunden. Die typischen Aura-Symptome dauern maximal 60 Minuten an und entwickeln sich allmählich über etwa 20 Minuten. Dazu gehören unterschiedliche, vorübergehende Wahrnehmungen in Kombination mit beispielsweise Sehstörungen (Augenflimmern mit Lichtblitzen, Zickzack-Linien oder Schleiersehen), Kribbeln bzw. Schwäche in den Gliedmaßen, Gleichgewichts- und (selten) Sprachstörungen. Danach folgt die eigentliche Kopfschmerzphase mit den typischen Begleiterscheinungen.
Im Allgemeinen können Migräneattacken wenige Stunden oder sogar mehrere Tage andauern. Im Durchschnitt treten die Migräneanfälle bis zu 6mal im Monat auf, wobei Intensität und Anzahl der Kopfschmerzattacken stark variieren können. « weniger