Mit Rheuma werden Erkrankungen des Bewegungsapparates bezeichnet. Typisch für rheumatische Erkrankungen sind fließende, reißende und ziehende Schmerzen, welche häufig mit funktionellen Einschränkungen einhergehen. Dabei werden unter dem Begriff „Rheuma“ circa 450 unterschiedliche Krankheitsbilder zusammengefasst. Alle Erkrankungen haben jedoch ein einheitliches Merkmal, welches sich hauptsächlich in den Schmerzen der Gelenke und Muskeln zeigt. Darüber hinaus können aber auch entzü
mehr »ndlich-rheumatische Erkrankungen an nahezu allen Organen auftreten. In Deutschland leiden ungefähr 20 Millionen Bundesbürger an unterschiedlichen rheumatischen Beschwerden. Rheuma ist aber nicht nur eine Krankheit die ältere Menschen betrifft, auch Jugendliche, Kinder und sogar Säuglinge können davon betroffen sein.
Zu den am häufigsten vorkommenden und bekanntesten Formen rheumatischer Erkrankungen gehören die (rheumatoide) Arthritis und Arthrose. Während die Arthritis ein allgemein gültiger Begriff für eine Gelenkentzündung ist, sind bei einer rheumatoiden Arthritis häufig mehrere Gelenke betroffen. Dabei ist aber nicht das Gelenk an sich krank. Vielmehr handelt es sich bei dieser Form der Arthristis um eine entzündliche Erkrankung des Bindegewebes, welche sich auf das Gelenk legt. Meistens sind die kleinen Gelenke an den Fingern und Zehen betroffen.
Als Ursache wird ein Autoimmunprozess, bei dem sich Zellen des Immunsystems gegen den eigenen Körper richten, vermutet. Aber auch eine genetische Veranlagung ist wahrscheinlich. Da die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, ist ein langanhaltender Entzündungsprozess die Folge. Dies führt zu Schmerzen, Schwellungen, Überwärmung, Verformungen und Versteifungen der Gelenke. Damit verbunden sind auch oft allgemeine Symptome, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Lustlosigkeit und/ oder ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Dagegen entstehen die Schmerzen bei einer Arthrose aufgrund von Veränderungen des Gelenkknorpels. Die Arthrose kann einzelne große Gelenke (z.B. Kniegelenke), aber auch mehrere kleinere Gelenke (z.B. Fingergelenke) betreffen. Dabei kann einmal zerstörtes Knorpelgewebe vom Körper nicht erneuert werden. Im Allgemeinen kommt es dann zu Schmerzen, Schwellungen, Muskelverspannungen, Bewegungseinschränkungen und zu einer Verformung des Gelenkes. Während die Arthrose meist im fortgeschrittenen Alter auftritt, kommt Arthritis typischerweise zwischen 30sten und 50sten Lebensjahr vor.
Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen erfolgt dann in vielen Fällen durch mehrere Therapien. So wird zu den entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamenten auch oft eine Phytotherapie, physikalische Therapie, Krankengymnastik oder Ergotherapie durchgeführt. Dadurch sollen die Schmerzen gelindert und Mobilitätseinschränkungen entgegengewirkt werden. « weniger