Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Stoffwechselerkrankung. Das Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet poröser, durchlöcherter Knochen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch den Abbau von Knochenmasse und eine Minderung von Knochensubstanz und -funktion. Durch diese Kombination wird der Knochen instabil und ist wesentlich anfälliger für Knochenbrüche. Dabei kann die Instabilität entweder das gesamte Skelett oder nur einzelne Knochen betreffen. Zudem sind Frauen hä
mehr »ufiger von einer Osteoporose betroffen als Männer. In Deutschland leiden etwa 40 Prozent aller Frauen über 60 Jahren an einem Knochenschwund.
Das Knochengewebe ist eine lebende Verbindung von Zellen, welches etwa bis zum 40. Lebensjahr aufgebaut wird. Danach wird die Knochenmasse jährlich wieder geringfügig abgebaut. Dabei entsteht die Osteoporose in vielen Fällen durch einem ungenügenden Knochenaufbau in jungen Jahren, wodurch die maximal erreichbare Knochenmasse bereits von Natur aus geringer ist. Kommt dann ein vermehrter Abbau der Knochensubstanz in den späteren Lebensjahren hinzu, werden die Knochen brüchig. Aber auch bei einem normalen Aufbau der Knochenmasse in den ersten vier Lebensjahrzehnten, kann es zu einem verstärktem Rückgang in den folgenden Jahren kommen.
Dabei ist Osteoporose eine Erkrankung, welche durch unterschiedliche Ursachen begünstigt werden kann. Gewöhnlich wirken mehrere Faktoren zusammen, die zur Entwicklung eines Knochenschwunds führen. Zu den typischen Ursachen gehören unter anderem die familiäre Veranlagung, Bewegungsmangel, Ernährungsfehler (Mangel an Calcium und Vitamin D), Östrogenmangel sowie der Missbrauch von Tabak oder Alkohol. Darüber hinaus können aber auch Erkrankungen die Knochendichte direkt oder indirekt beeinflussen.
Im Anfangsstadium einer Osteoporose treten nur geringe Beschwerden, z.B. gelegentliche Rückenschmerzen, auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu Knochenbrüchen (z.B. im Bereich der Hüfte, Handgelenke oder des Beckens) kommen, welche oft mit starken Schmerzen und Verformungen verbunden sind. Eine anschließende Minderung der körperlichen Bewegung, zur Senkung der Beschwerden, führt ihrerseits wiederum zu Muskelverspannungen. Um den Beschwerden durch den Knochenschwund vorzubeugen, sollte auf eine gesunde Ernährung (Vermeidung phosphathaltiger Lebensmittel, Zufuhr von Vitamin D und Calcium), einen gesunden Lebensstil (Verzicht auf Alkohol und Tabak) und genügend Bewegung (Förderung des Knochenaufbaus) geachtet werden. « weniger