Schwitzen (Transpiration) ist zwar unangenehm, aber eine lebenswichtige Reaktion des Körpers auf Wärme, Bewegung und Aufregung. Die wichtigste Aufgabe dieser natürlichen Schutzfunktion, ist die Regelung der Körpertemperatur über die Schweißabgabe. Dabei sorgen zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen dafür, dass der Körper des Menschen nicht überhitzt. Bereits ab einer Temperatur des Körpers von 36 Grad Celsius, beginnt dieser vermehrt Schweiß zu bilden. Dieser überzieht die Haut mit
mehr »einem Feuchtigkeitsfilm, der an der Oberfläche verdunstet und für Kühlung sorgt. Im Durchschnitt verliert der Mensch an normalen Tagen bis zu 700 ml Flüssigkeit. In den Sommermonaten werden bis zu 3 Liter, in Extremfällen sogar bis zu 10 Liter Schweiß pro Tag über die Schweißdrüsen abgesondert.
Die höchste Konzentration der Schweißdrüsen findet sich auf der Stirn, an den Händen und Füßen. Aber auch in den Achselhöhlen, ist die Anzahl an Schweißdrüsen sehr hoch. Während die Haut des Menschen über einen leicht sauren pH-Wert von etwa 5,5 verfügt, ist der pH-Wert in den Achselhöhlen mit 6,5 deutlich erhöht. Dadurch entsteht eine Lücke im so genannten Säureschutzmantel, der die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen und vor dem Eindringen von Mikroorganismen (z.B. Bakterien) schützt. Dies hat zur Folge, dass sich vermehrt bestimmte Bakterien in diesem Hautareal ansiedeln können. Diese produzieren bei der Zersetzung von Schweiß und Talg geruchsintensive Substanzen, wodurch der unangenehme Schweißgeruch entsteht.
Dabei können die Ursachen für häufiges Schwitzen bzw. vermehrter Schweißsekretion sehr verschieden sein. Eine normale Reaktion des Körpers, ist die Absonderung von Schweiß bei starker Hitze oder körperlicher Anstrengung. Ebenso führen Stress, Unruhe, Nervosität und Angst zu einer vermehrten Produktion von Schweiß. Darüber hinaus steigert eine hormonelle Umstellung (z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre) die Schweißabgabe über die Haut. Aber auch eine fieberhafte Erkrankung oder die Einnahme bestimmter Medikamente, führen zu starkem Schwitzen. Eine erhöhte Schweißabsonderung kann außerdem durch eine genetische Veranlagung bedingt sein.
Zur Schweißhemmung eignen sich so genannte Antitranspirants, welche die Poren der Schweißdrüsen verkleinern bzw. verstopfen. Des Weiteren wirkt Salbei hemmend auf die Schweißabsonderung, indem die Schweißdrüsen zusammengezogen werden. Darüber hinaus verhindern Deodorants die geruchsintensive Zersetzung von Bakterien und beugen einer unangenehmen Geruchsbildung vor. Wichtig bei einer vermehrten Schweißbildung ist es, viel zu trinken, um die verdunstete Flüssigkeit dem Körper wieder zuzuführen.
In vielen Fällen ist übermäßiges Schwitzen nur auf einen bestimmten Zeitraum, bei bekannter Ursache, begrenzt. Bestehen die Symptome aber langfristig weiter, sind diese sehr stark und ohne erkennbaren Grund, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden. « weniger