Alle Menschen verlieren regelmäßig Schuppen, da sie eine normale Erscheinung des Zellkreislaufes der Haut sind. Denn die Haut erneuert sich ständig, indem die Zellen der Hornhaut an die Oberfläche wandern und die alten, abgestorbenen Hautzellen abgestoßen werden. Dabei löst sich am Körper und auf der Kopfhaut die oberste Hautschicht permanent schuppenförmig ab. Die Schuppen sind dann so fein und winzig, dass sie kaum bemerkt werden. Sichtbar werden sie erst, wenn die alten Zellen zu
mehr »schnell abgestoßen werden und diese zudem noch verklumpen. Dann wird die Anhäufung mehrerer Hautzellen als Schuppe bzw. Kopfschuppe sichtbar. Zu den typischen Begleiterscheinungen gehören trockene, weiße Flockungen, häufig verbunden mit Juckreiz sowie Rötungen und Reizungen.
Die Ursachen warum einige Menschen zu verstärkter Schuppenbildung neigen, konnten bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Fest steht jedoch, dass ein unverhältnismäßig schnelles wachsen und reifen der Hornhautzellen erblich bedingt ist. Aber auch sehr fettige Mahlzeiten und der Genuss von Kaffee können eine Rolle spielen. Ebenso kann der pH-Wert der Kopfhaut oder Wärme mit hoher Luftfeuchtigkeit dazu führen, dass vermehrt Schuppen auftreten. Beide Faktoren sind dafür verantwortlich, dass die Kopfhaut ihre Schutzfunktion nur noch unzureichend wahrnehmen kann. Weitere mögliche Verursacher sind: hormonelle Umstellungen und Stress, da sie das Immunsystem schwächen und so die Entstehung von Schuppen begünstigen können. Gemeinsam mit den auf der Kopfhaut natürlich vorhandenen Hefepilzen, kann es dann zu einem erheblichen Schuppenbefall kommen.
Dabei lassen sich Schuppen in zwei Arten unterscheiden: trockene und fettige. Trockene Schuppen sind relativ fein und auf der trockenen Kopfhaut gleichmäßig verteilt. Dabei rieseln die kleinen Schüppchen leicht vom Kopf auf die Schulter. Bei großer Hitze, sehr heißem Baden oder heißem Föhnen trocknet die Kopfhaut jedoch noch mehr aus und die feine Flockung wird verstärkt. Dagegen sind fettige Schuppen oft Folge einer Störung der Talgdrüsenfunktion. Die Drüsen bilden vermehrt Talg, welcher sich als große, gelbliche Ablagerung zwischen den Haaren findet. Da die fettigen Schuppen zudem leicht verkleben, bilden sie eine optimale Brutstätte für Hauterreger wie Pilze oder Bakterien. Zu Beginn lösen diese einen Juckreiz aus, später gelangen sie durch Kratzen tiefer in die Kopfhaut und es kommt zu Infektionen.
Lassen sich Schuppen durch eine regelmäßige Haarwäsche gar nicht oder nur für eine kurze Zeit entfernen, sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Eine vermehrte Schuppenbildung der Kopfhaut kann das Anzeichen einer Hautkrankheit sein. Bei Juckreiz, Rötungen und Schwellungen der Kopfhaut sollte die Ursache immer von einem Arzt abgeklärt werden. « weniger