In den Wechseljahren (Klimakterium) findet die hormonelle Umstellung einer Frau statt, die am Ende der fruchtbaren Phase steht. Bei vielen Frauen beginnen die Wechseljahre zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. Der Mittelpunkt des Klimakteriums ist die Menopause, die letzte spontane von den Eierstöcken gesteuerte Menstruationsblutung. Mediziner sprechen dann von einer Menopause, wenn ein Jahr lang keine weitere Blutung stattgefunden hat. Das Durchschnittsalter der Frauen bei der letzten
mehr »Regelblutung liegt bei etwa 51 Jahren.
Die Zeit vor der Menopause wird als Prämenopause bezeichnet. Dies ist der Zeitraum von zwei bis sieben Jahren vor der Menopause, verbunden mit dem zunehmend unregelmäßigen Auftreten der Regelblutung sowie leichten Wechseljahresbeschwerden (z.B. Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen). Dagegen beginnt die Postmenopause etwa ein bis zwei Jahre nach der letzten Periode und endet mit dem Eintritt ins Greisenalter (etwa im 70. Lebensjahr). Im Durchschnitt erstrecken sich die Wechseljahre über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren.
Ausgelöst werden die Wechseljahre (Klimakterium) durch eine Minderung der in den Eierstöcken gebildeten Geschlechtshormone. Mit der Folge, dass es zu einer Neuregelung im Funktionskreis der Eierstöcke kommt. Jedes Mädchen wird mit bis zu zwei Millionen Eizellen geboren. Deren Anzahl nimmt während der Pubertät um etwa 25 bis 30 Prozent ab, bis durchschnittlich um das 50. Lebensjahr keine Eizellen mehr vorhanden sind. Da die Eizellen für die Bildung der Geschlechtshormone benötigt werden, aber keine mehr vorhanden sind, tritt die Menopause ein. Gleichzeitig wird das follikelstimulierende Hormon (FSH) verstärkt ausgeschüttet, während die Hormonproduktion zurückgeht. Dieses Ungleichgewicht kann zu den typischen Wechseljahresbeschwerden führen.
Dabei machen sich insbesondere nach der Menopause die unangenehmen Wechseljahresbeschwerden bemerkbar. Hierzu zählen hauptsächlich Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Schlaflosigkeit. Manchmal kommen auch Stimmungsschwankungen, Lustlosigkeit, Depressionen, Nervosität, Schwindel, Scheidentrockenheit, Harninkontinenz, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, trockene Haut oder Haarausfall etc. hinzu. Im Verlauf kann es allerdings auch zu schwerwiegenderen, dauerhaften Beschwerden wie Bluthochdruck, Arthrose, Osteoporose oder chronischen Schmerzen kommen. Die Beschwerden können aber in Stärke und Häufigkeit des Auftretens stark variieren. Auch nicht jede Frau entwickelt alle Beschwerden. Zudem können einige Beschwerden einzeln auftreten oder aber auch miteinander verbunden sein. « weniger