Ein Spaziergang im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein, wird von vielen Menschen als erholsam und entspannend empfunden. Und tatsächlich, die Sonne verfügt über positive Eigenschaften auf den Organismus und die Psyche. Dabei sind die Sonnenstrahlen unverzichtbar für starke Knochen, da sie für die Bildung von Vitamin D3 im Körper notwendig sind. Zudem fördert Sonnenlicht die Selbstheilung der Haut und hellt das Gemüt auf. Andererseits kann ein unzureichender bzw. fehlender Schutz der
mehr »Haut, zu vorzeitiger Hautalterung und zur Schädigung der Hautgesundheit führen.
Grundsätzlich schützt die oberste Hautschicht (Hornhaut) den Körper vor den Sonnenstrahlen. Die Hornhaut ist das erste Schutzschild und absorbiert die UV-Strahlung, wodurch verhindert wird, dass die Haut verbrennt. Bei zunehmender Einwirkung der Sonne auf die Haut, wird die Hornhaut dicker. Diese so genannte Lichtschwiele, bildet sich innerhalb von 3 Wochen und verbessert den Eigenschutz der Haut. Darüber hinaus bilden auch die Farbzellen (Pigmentzellen) unter der Hornhaut ein Schutzschild gegen die Ultraviolettstrahlung der Sonne. Die Zellen produzieren den braunen Hautfarbstoff (das Pigment) Melanin, welcher für die gebräunte Haut verantwortlich ist. Das Melanin schützt die Haut bis zu einem gewissen Maß selbst, da es die ultraviolette Strahlung ebenfalls zum Teil absorbieren kann. An der Hautoberfläche wird das Melanin nach ungefähr 4 Tagen sichtbar. Dabei bedingt der Anteil an Melanin in der Haut, den Hauttyp und somit die Hautfärbung.
Da die Sonneneinstrahlung aber auch in Europa immer stärker wird, als es die menschliche Haut verträgt, sollte darauf geachtet werden, sich vor übermäßiger UV-Exposition zusätzlich zu schützen. Dies geschieht zum einen durch die Meidung der intensiven Mittagssonne zwischen 10 und 16 Uhr - möglichst im Schatten aufhalten. Aber auch lange Kleidung und eine breitkrempige Kopfbedeckung, bieten der übrigen Haut (z.B. Ohren, Gesicht, Nacken) den erforderlichen Sonnenschutz. Darüber hinaus reduzieren Sonnenbrillen die Gefahr vor Augenschäden. Zusätzlich sind alle (unbedeckten) Körperstellen mit einem geeigneten Sonnenschutzpräparat einzureiben. Zur Aufrechterhaltung des Lichtschutzes, sollte die Sonnenpflege nach dem Aufenthalt im Wasser, Abtrocknen oder Schwitzen erneut aufgetragen werden. Diese geschilderten Maßnahmen des Sonnenschutzes, bewahren die Haut vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und deren Folgeschäden wie Sonnenbrand und die Entstehung von Hautkrebs.
Dabei verhindert ein guter Sonnenschutz, dass die Haut sowohl von den UVB-, als auch von den UVA-Strahlen nachhaltig geschädigt wird. Wesentlich für ein Sonnenschutzmittel ist der Lichtschutzfilter, welcher wie ein Schutzschild zwischen der Sonne und der Haut wirkt. Generell wird zwischen einem chemischen und physikalischen Filter unterschieden. Chemische Filter absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in Wärmeenergie um. In Abhängigkeit von dem umgewandelten Wellenbereich, wird zwischen einem UVA-Filter, UVB-Filter und UVA/UVB Breitbandfilter unterschieden. Da die chemischen Wirkstoffe in die Haut eindringen, entfalten sie ihren Sonnenschutz jedoch erst nach etwa einer halben Stunde. Dagegen reflektieren und/ oder streuen physikalische Filter das Sonnenlicht und dringen nicht in die Haut ein. Die Inhaltsstoffe legen sich wie eine Barriere auf die Haut und bewahren sie so vor dem Sonnenlicht. In der Regel verursachen physikalische Filter keine Allergien und werden bevorzugt für Kinder empfohlen. « weniger