Bei vielen Frauen gehören die so genannten Dehnungsstreifen zur unangenehmen Begleitung während einer Schwangerschaft. In vielen Fällen entwickeln sich Schwangerschaftsstreifen an den Brüsten, dem Bauch, an den Hüften und dem Gesäß. Die unschönen Streifen treten hauptsächlich zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat auf, manchmal auch noch wenige Wochen vor der Geburt, also während den Wachstumsphasen des ungeborenen Kindes. Besonders junge Schwangere neigen dazu, Dehnungsstreifen
mehr »zu bekommen. Dagegen besteht bei Spätgebärenden ein deutlich geringeres Risiko. Eine Ursache ist unter anderem der unterschiedliche Hormonstatus.
Die feinen Risse im Unterhautfettgewebe, welche hauptsächlich in der Schwangerschaft auftreten, werden in der Medizin als Striae gravidarum bezeichnet. Die Haut wird an einigen Stellen dünner, und die Blutgefäße scheinen rötlich-blau durch. Deshalb werden die Risse als rötliche und bläuliche Striche sichtbar. Nach der Geburt lässt die Färbung nach und es bleiben weiße Streifen zurück. Da sich die Hautdehnungsstreifen aber nicht wieder zurückbilden, bleiben sie dauerhaft bestehen.
Die lästigen Schwangerschaftsstreifen entstehen, bei einer starken Dehnung des Gewebes, indem die Hautfasern aufreißen. Aber auch durch die Hormonumstellung kommt es zur Spaltung der Fasern, wodurch die Streifen sichtbar werden. Ob aber Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft auftreten oder nicht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Als Ursache gilt beispielsweise eine genetisch veranlagte Bindegewebsschwäche. Zudem steigt das Risiko zur Ausbildung von Dehnungsstreifen bei höherer Gewichtszunahme und Mehrlingsschwangerschaften. Im Durchschnitt nimmt eine Frau während der Schwangerschaft zwischen 8 bis 18 Kilogramm an Gewicht zu.
Zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen eignen sich solche Methoden, die das Bindegewebe lockern und die Durchblutung des Gewebes verbessern. Hilfreich ist beispielsweise eine leichte Massage der Haut an den gefährdeten Stellen. Hautcremes oder -öle halten die Haut zusätzlich weich und geschmeidig. « weniger