Diabetes: Kennzeichen einer Stoffwechselkrankheit
Diabetes wird in der Regel als Diabetis Mellitus bezeichnet. Im Volksmund ist auch die Verwendung des Begriffs Zuckerkrankheit gebräuchlich. Generell handelt es sich bei Diabetes um eine Krankheit, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht (Normalwerte: Vor dem Essen: Weniger als 100 mg/dl (Milligramm je Deziliter). Danach: Etwa 140 mg/dl). sind und über der Norm liegen. Man spricht deshalb auch von einer Überzuckerung. Diabetis
mehr »kann zu zahlreichen Folgeerkrankungen führen, die im schlimmsten Fall den Verlust äußerer Glieder (zum Beispiel Beine) oder den Tod herbeiführen.
Ursachen für die Diabetes
Es gibt zahlreiche Krankheitsbilder, die zum Diabetes gehören, generell unterscheidet man vor allem Typ 1 (drei bis fünf Prozent der Erkrankten) und Typ 2 (mehr als 90 Prozent der Erkrankten). Typ 1 beschreibt eine Zerstörung an Insulin produzierenden Zellen. Das Hormon Insulin ist für den Abbau des Zuckers im Blut zuständig. Die Zellen werden durch körpereigene Abwehrstoffe angegriffen und zerstört. Bei diesem Diabetes-Typ ist es wahrscheinlich, dass er durch Vererbung weitergegeben wird. Typ 2 entsteht durch eine gewisse Insulinresistenz des Körpers und durch eine Insulinerschöpfung, die dadurch herrührt, dass der Körper über Jahre zu viel des Hormons fertigen musste. Aus diesem Grund sind übergewichtige Menschen, die ihrem Körper zu viel Zucker zugeführt haben, stark bedroht.
Symptome
Patienten, die unter Typ 1 leiden, haben häufig einen starken Gewichtsverlust, sind sehr müde und zeigen überdurchschnittlich großen Durst. Typ 2 ist schwieriger zu erkennen, denn häufig liegen keine Beschwerden vor. Gelegentlich kommt es zu Stoffwechselproblemen. Aber auch hier gilt: Allgemeine Müdigkeit, Abgeschlagenheit und plötzliche Leistungsminderung sind mögliche Symptome. In Extremfällen kann es sogar zu einem diabetischen Koma kommen, dass mit Bewusstlosigkeit einhergeht.
Behandlungsformen
Typ 1 wird mit einer lebenslangen Insulintherapie behandelt. Diesbezüglich gibt es keine Alternative. Typ 2-Patienten sollten auf diese Methode erst zuletzt zurückgreifen. Für sie gilt eine strikte Diät, zuckerreiche Lebensmittel sollten gemieden werden, außerdem müssen sie sich mehr bewegen. Ärzte verschreiben zudem Blutzuckersenker, die oral eingenommen werden.
Vorbeugen
Typ 1-Diabetes kann praktisch nicht vorgebeugt werden. Meistens tritt er schon im jugendlichen Alter auf und wird deshalb auch als juvenil bezeichnet. Anders verhält es sich mit Typ 2 oder auch dem Schwangerschaftsdiabetis. Besonders der möglichen Erschöpfung der Insulin produzierenden Zellen kann durch gesunde Ernäherung, ausreichend Bewegung, aber auch regelmäßigen Blutzuckerkontrollen entgegengewirkt werden. « weniger