Probleme mit dem Stuhlgang gehören in der heutigen Zeit zu den häufigsten Problemen. In Deutschland ist fast jeder achte Bundesbürger von einer Verstopfung betroffen - Frauen sogar öfter als Männer. Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist aber von Mensch zu Mensch verschieden und variiert von dreimal am Tag bis dreimal in der Woche. Erst wenn eine Darmentleerung weniger als dreimal wöchentlich erfolgt, sprechen Mediziner von einer Verstopfung (Obstipation). In den meisten Fällen ist der Stuhl
mehr »hart und die Entleerung schwierig.
Dabei können die Ursachen einer Verstopfung sehr verschieden sein. Der häufigste Grund für einen seltenen Stuhlgang ist eine veränderte Darmfunktion. Oft verursacht durch ein Zusammenspiel aus einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffarmer Ernährung und fehlender körperlicher Bewegung. Aber auch während der Schwangerschaft oder durch eine Umstellung der Ernährung im Urlaub, kann es zu einer vorübergehenden Verstopfung kommen. Ebenso können bestimmte Medikamente die Symptome einer Obstipation begünstigen. Regelmäßiger Gebrauch von Abführmitteln kann ebenfalls zu Problemen mit dem Stuhlgang führen. Seltener sind ernsthafte Erkrankungen der Auslöser einer Verstopfung.
Eine Obstipation kann sich abhängig vom Schweregrad in verschiedenen Symptomen äußern. Zu Beginn treten Völlegefühl und ein allgemeines Unwohlsein auf, oft verbunden mit einem aufgeblähtem Bauch. Darüber hinaus ist der Stuhlgang häufig schmerzhaft und schwierig, da die Darmentleerung oft nur durch starkes Pressen gelingt. Zudem werden meistens viele kleine und harte Kotportionen ausgeschieden. Zusätzlich können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Mundgeruch, Appetitlosigkeit oder ein Druckgefühl im Unterbauch auftreten. Besteht die Verstopfung über einen längeren Zeitraum, befindet sich Blut im Stuhl oder treten Verstopfung und Durchfall im Wechsel auf, muss ein Arzt aufgesucht werden. « weniger