Läuse zählen zu den am häufigsten vorkommenden Hautparasiten. Die Blutsauger halten sich besonders gerne an den behaarten Stellen des Körpers auf. Als Nahrungsquelle dient den Läusen das menschliche Blut. Die Läuse legen ihre Eier in sandkorngroße Nissen, an den Haaren ab. Dabei werden drei verschiedene Arten von Läusen unterschieden: Kopfläuse, Kleiderläuse und Filzläuse.
Die am häufigsten auftretende Lausart ist die Kopflaus. Der natürliche Lebensraum der nur etwa
mehr »drei Millimeter großen Insekten ist die Kopfbehaarung des Menschen, besonders die Nacken-, Ohren- und Schläfengegend. Bei starkem Befall können aber auch andere behaarte Bereiche wie Augenbrauen, Bart, Brust- oder Achselhaare betroffen sein. Da die Läuse die Farbe ihrer Umgebung annehmen können, sind die farblos-beigen bis rot-braunen Tiere nur schwer zu erkennen.
Die Lebensspanne einer Laus beträgt im Durchschnitt 4 Wochen. In dieser Zeit legt die weibliche Kopflaus bis zu 150 Eier. Diese werden in ovalen Nissen in Kopfhautnähe an der Haarwurzel befestigt, da sie dort optimale Lebensbedingungen bei etwa 28°C haben. Nach ungefähr 1 Woche schlüpfen die Larven und sind nach weiteren 12 Tagen fähig, ebenfalls Eier zu legen. Dabei ernährt sich die Laus ausschließlich vom Blut des Wirts, indem sie mit ihrem Saugrüssel in die Haut sticht. Der mit einem Stich abgesonderte Speichel betäubt die Hautstelle und hindert das Blut daran, vorzeitig zu gerinnen. Der Speichel verursacht aber oft einen unangenehmen Juckreiz. Häufiges Kratzen ist die Folge, wodurch die Entstehung von Entzündungen und Ekzemen begünstigt wird.
Da der einzige Wirt der Mensch ist und die Läuse nicht springen können, erfolgt die Übertragung durch direkten engen Kontakt. So gelangen die Parasiten von einem Menschen zum anderen, wenn sich die Kopfhaare berühren. Auch durch benutze Gegenstände wie Mützen, Schals, Kämme, Bürsten etc. können Kopfläuse übertragen werden. Ebenso kann durch eng nebeneinander hängende Kleidungsstücke die Laus zum nächsten Wirt wandern. Daher treten Kopfläuse gehäuft in Schulen und Kindergärten auf. « weniger