Eine ungewollte Schwangerschaft oder der Wunsch nach einem Kind, beide Ereignisse stellen für viele Paare eine große Herausforderung dar. In beiden Fällen finden aber immer die gleichen Abläufe im Körper einer Frau statt: die Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Dabei soll dieser Vorgang entweder verhindert oder ganz bewusst herbeigeführt werden. Für Frauen, die auf chemische oder hormonelle Einflüsse verzichten möchten, kann die Natürliche Familienplanung hilfreich sein, welche sowohl
mehr » bei der Verhütung und dem Kinderwunsch eingesetzt werden kann. Eine stabile Partnerschaft ist aber die Voraussetzung für die Nutzung natürlicher Methoden als Verhütungsmethode oder als Planung einer Schwangerschaft.
Der monatliche Zyklus einer Frau ist ein komplexer Vorgang, bei dem viele biologische Abläufe miteinander verflochten sind. Dabei ist die Empfängnisbereitschaft einer Frau während eines Zyklus auf maximal 12 bis 17 Stunden beschränkt. In dieser Zeit transportiert der Eileiter die Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter. Treffen Ei- und Samenzelle im Eileiter aufeinander, kann es zur Befruchtung kommen. Dies ist der Augenblick, indem die Eizelle mit der Sammenzelle verschmilzt. Die befruchtete Eizelle nistet sich dann in der Gebärmutter ein und es entwickelt sich aus dem Embryo ein Kind. Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, wird die obere Schleimhautschicht der Gebärmutter zusammen mit der unbefruchteten Eizelle ausgeschieden und die Menstruationsblutung (Monatsblutung) tritt ein.
Zur Vermeidung bzw. Planung einer Schwangerschaft bieten sich zwei Methoden an, die ohne Eingriff in die Körpervorgänge auskommen: die Temperaturmethode und die Hormonnachweis-Methode (Verwendung von Heimovulationstests). Mit Hilfe der Temperaturmethode ist es möglich, den Zeitpunkt des Eisprungs zu ermitteln. Diese Methode geht von dem Umstand aus, das die Körpertemperatur nach dem Eisprung (Ovulation) ansteigt. Aus dem Vergleich vergangener Notizen, welche den Temperaturanstieg nach dem Eisprung aufzeigen, lassen sich Erkenntnisse vom Monatszyklus und dem zu erwartenden Eisprung bzw. der fruchtbaren Tage ableiten. Dagegen wird bei der Hormonnachweis-Methode der Anstieg des eisprungauslösenden Hormons LH (luteinisierende Hormon) im Urin gemessen. Der Anstieg der Hormonkonzentration im Urin, gilt als Hinweis für den bevorstehenden Eisprung. Dafür werden Teststäbchen mit dem Morgenurin benetzt und in einem Lesegerät ausgewertet. « weniger