Besonders in den Sommermonaten, wenn sich viele Menschen in der Natur aufhalten, treten die kleinen Plagegeister vermehrt auf. Dann lassen sich ein Spaziergang am Abend oder gemütliche Stunden auf der Terrasse, nicht mehr unbeschwert genießen. Dabei kommen die Mücken vermehrt in der Nähe stehender Gewässer oder an Flüssen vor, da sich dort ihre Larven am besten entwickeln. Sind sie geschlüpft, spüren sie den Menschen anhand seines Körpergeruchs und Körpertemperatur auf.
mehr »Haben sie einen Wirt lokalisiert, stechen die Insekten mit ihrem so genannten Stechrüssel zu. Dabei wird der eigentliche Mückenstich in vielen Fällen gar nicht bemerkt, da sie mit ihrem Speichel ein Sekret absondern, welches über eine betäubende Wirkung verfügt. Gleichzeitig gelangen mit dem Speichel aber auch gerinnungshemmende Substanzen in die Haut, sodass die Mücken das Blut einfacher aufsaugen können. Kurze Zeit nach dem Stich, wird dieser als juckende rote Schwellung (Quaddel) sichtbar.
Aufgrund dieser allergischen Reaktion, gelten Mücken in Mitteleuropa als lästige Plagegeister und weniger als Krankheitsüberträger. In anderen Teilen der Erde, hauptsächlich in den Tropen und Subtropen, können Stiche von Mücken aber gefährliche Krankheiten auslösen. Zu den wichtigsten von Stechmücken übertragenen Krankheiten gehören unter anderem Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber und das Chikungunya-Fieber. Durch die Klimaerwärmung gelangen zudem immer mehr von Stechmücken übertragene Krankheitserreger in den Süden Europas.
Neben der Stechmücke gibt es noch weitaus mehr blutsaugende Parasiten und Insekten, von denen eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Zu ihnen gehört die Zecke, ein etwa zwei Millimeter kleiner Parasit aus der Familie der Spinnentiere. Das winzige Spinnentier lebt im Gestrüpp, auf Gräsern oder Farnen in Gärten, Parkanlagen und im Wald. Dort warten sie mitunter mehrere Wochen, bis der passende Wirt vorbeikommt. Die weibliche Zecke platziert sich meist in den Kniekehlen, dem Haaransatz, hinter den Ohren oder in der Leistengegend, um dort ihren Stechrüssel in die Haut zu bringen. In vielen Fällen wird ein Zeckenstich aber erst bemerkt, wenn der Parasit durch das Blutsaugen bis auf das Siebenfache seiner Körpergröße angeschwollen ist. Sind Zecken mit Krankheitserregern infiziert, können sie Krankheiten wie z.B. Borreliose oder die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) übertragen.
Vorsorge bieten Impfungen, Moskitonetze/Fliegengitter, Insektensprays oder Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen. Dabei verändern Insektenschutzmittel (Repellents) den Körpergeruch des Menschen so, dass Mücken und Zecken ihren Wirt nicht mehr orten können. Zum Entfernen von Zecken, eigenen sich zudem spitze Werkzeuge wie Zeckenzangen und Pinzetten. « weniger